Christian-Rohlfs-Gymnasium

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Vorlesetag am Christian-Rohlfs-Gymnasium - 2249 Seiten in einer Stunde

Freiwillig ein Buch lesen?! Das macht Spaß-vor allem in der Schule. Das demonstrierten die fünften und sechsten Klassen am Christian-Rohlfs-Gymnasium zum bundesweiten Vorlesetag am 17. November. Sie hatten sich als Ziel gesetzt, von 8 bis 9 Uhr insgesamt 1.000 Seiten zu lesen.

Ab acht Uhr hieß es dann für eine Stunde lesen.

Dazu teilte sich die Klasse in Kleingruppen von ca. vier Schülerinnen und Schülern auf. Jeweils eine oder einer aus der Gruppe las zehn Minuten lang vor. Für jede Seite, die die Schüler in den zehn Minuten gelesen haben, gab es kleine Kugeln aus Schaumstoff.
Neben dem Ziel, 1000 Seiten zu schaffen, stand dabei vor allem der Spaß im Vordergrund. Den hatten die Kinder auf jeden Fall: „Es ist schön wenn man etwas vorgelesen bekommt“, so eine der Schülerinnen. Um neun Uhr wurden die Ergebnisse verkündet. Die Spannung und die Aufregung waren den Schülern deutlich anzumerken. Die Kugeln wurden alle in zwei große Gläser gefüllt und abgemessen.


Das Ergebnis war beeindruckend: Die fünften Klassen haben zusammen 989 Seiten gelesen und die sechsten Klassen haben zusammen 1.260 Seiten gelesen. Insgesamt wurden also in dieser Stunde 2.249 Seiten gelesen. Das Ziel war damit mehr als erfüllt!
Die Klassen wurden für ihr Lesen jeweils mit einem interaktiven Lernboard belohnt, das sie nun in die Klassenräume hängen können. Viel wichtiger als die Belohnung war aber der Spaß am Lesen und der Stolz, die 1.000 Seiten in einer Stunde spielend geschafft zu haben.Der Gedanke hinter dem bundesweiten Vorlesetag ist, das Vorlesen wieder populärer zu machen. Ein CRG-Schüler erklärt, warum Vorlesen stärker in den Hintergrund rückt: „Heute sind die Leute immer mehr auf die Technik und so etwas fixiert, da liest dann keiner mehr."


Das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen hat gemeinsam mit der Wochenzeitung Die Zeit und der Deutsche-Bahn- Stiftung Studien zum Thema Lesen entwickelt. Diese Studien zeigen, dass in jeder dritten Familie zu wenig oder gar nicht vorgelesen wird, obwohl regelmäßiges Vorlesen viele Vorteile hat: So haben Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, einen größeren Wortschatz und durchschnittlich bessere Noten als Gleichaltrige. Zusätzlich haben sie selber später mehr Spaß am Lesen.
Der bundesweite Vorlesetag soll deshalb auf die positiven Seiten des Vorlesens hinweisen und einen Beitrag leisten, dass wieder mehr vorgelesen wird.

Bevor es losging wurde noch einmal kurz besprochen, wie man richtig vorliest.


Um neun Uhr war es dann soweit: Die gelesenen Seiten wurden ausgezählt.


Noch mehr Lesen
Es gab aber noch mehr Aktionen am Christian-Rohlfs-Gymnasium zum Thema Lesen. 12 Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrganges besuchten zeitgleich die Geweke- und Hestertgrundschule, um dort den Grundschülerinnen und –schülern vorzulesen. Außerdem wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sommerleseclubs geehrt.

Der Sommerleseclub ist eine Initiative der Stadtbücherei Hagen, bei der es darum geht, in den Sommerferien drei Bücher zu lesen. Vom Christian-Rohlfs-Gymnasium haben dieses Jahr 40 Schülerinnen und Schüler an dieser Aktion teilgenommen. Als Ehrung bekamen sie alle am bundesweiten Vorlesetag ein Diplom vom Sommerleseclub.
Freiwillig ein Buch oder sogar mehrere Bücher zu lesen ist also gar nicht so außergewöhnlich, wie diese Aktionen zeigen. Das Wichtigste aus diesen Aktionen werden die Schülerinnen und Schüler auf alle Fälle mitgenommen haben: den Spaß am Lesen und Vorlesen!



Veröffentlicht am
10:39:03 20.11.2017